PROKTOLOGISCHES INSTITUT STUTTGART
Proktologisches Kompetenzzentrum (BCD)

Ernährung

Gesunde Ernährung - Gesunder Darm ! 

Enddarmerkrankungen können die Folge einer chronischen Verstopfung (Obstipation) sein. Ursächlich hierfür ist in heutiger Zeit häufig eine ballaststoffarme Ernährung.

Ballaststoffe zählen zu den natürlichen Bestandteilen von Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft, während tierische Kost frei von Ballaststoffen ist. In der Pflanze bilden die Ballaststoffe, welche meist Polysaccharide sind, ein Netzwerk von Gerüsten und Verstrebungen, die Stabilität verleihen. Ballaststoffe finden sich deswegen in den Zellwänden und in den Schalen von Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Obst und Gemüse. Da viele Ballaststoffe von faserartiger Struktur sind, werden sie manchmal auch als Faserstoffe oder Pflanzenfasern bezeichnet.

Als Bestandteil der Nahrung werden Ballaststoffe überwiegend unverändert ausgeschieden, da sie im Darm nicht verstoffwechselt bzw. resorbiert werden. Sie wurden daher lange Zeit von den Ernährungsphysiologen als 'Ballast' bezeichnet, wovon sich dann ihr Name ableitete. Heute weiss man, dass Ballaststoffe wichtig für die Darmtätigkeit sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Im Durchschnitt werden in den Industrienationen jedoch nur 20 Gramm Ballaststoffe pro Tag zugeführt - dies ist deutlich zu wenig!

Um die Ballaststoffbilanz auszugleichen, sollten mehr Vollkornprodukte, Gemüse und Obst gegessen werden und Nahrungsmittel tierischer Herkunft seltener und in kleinerer Menge auf den Speiseplan gesetzt werden.

Nicht ohne Grund kannten unsere Vorfahren, die sich ballaststoffreich ernährten, Darmträgheit und andere Zivilisationskrankheiten, die uns heute vielfach plagen, praktisch nicht.